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Elektromobilität erleben

Premiere – Laden an öffentlicher Ladestation

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Heute habe ich getestet ob wie das Laden an einer öffentlichen Ladestation funktioniert.

Zuerst einmal wird ein Ladekabel benötigt. Dies gehört nicht zum Lieferumfang des i3 und muss gesondert gekauft werden. Das Kabel wird zusammen mit einer Tasche geliefert und findet im vorderen Stauraum, neben Pannenset und Standardladekabel platz. Somit ist der Stauraum nahezu vollständig gefüllt. Das Kabel kostet bei BMW 199 € – eine stolze Summe wie ich finde.

kabel

Hier in der Gegend ist die EnBW recht aktiv im Aufstellen von Ladesäulen. Diese sind auch im Verbind von BMW i enthalten und werden somit in die Datenbank des Navi eingestellt. Das Finden der Ladesäulen stellt somit kein Problem dar. Bei der EnBW gibt es aktuell zwei Möglichkeiten die Ladesäulen zu nutzen. Entweder über einen Vertrag mit Grundgebühr (für PKW 9,90 € Grundgebühr und 1-2 € je Stunde) oder als Prepaid Variante mit einem Guthaben von 25 € oder 50 € und 5 € Gebühr pro Stunde.

Im das Ganze zu testen habe ich mich mir eine Prepaid Karte mit 25 € besorgt. Die Bestellung ist Online möglich, funktioniert reibungslos und ein paar Tage später war die Karte im Briefkasten.

Noch ein Wort zu den Kosten: Der i3 kann an Wechselstrom maximal mit 7,4 kW laden (aufpreispflichtige Schnellladeoption notwendig). Umgerechnet auf die 5 € bedeutet dies einen Preis von 0,68 €/kWh. Günstig ist anders und dieser Preis gilt nur wenn auch die 7,4 kW anliegen (dazu später mehr).

1. Station – EnBw Ladesäule Baden-Baden am Festspielhaus

Die Laudesäule steht auf einem öffentlichen, gebührenpflichtigen Parkplatz. Schön ist der Parkplatz nicht, leider nicht einmal geteert. Vielleicht wird das noch geändert, wenn die Baustelle daneben abgeschlossen ist. Die Ladesäule hat einen Typ 2-, einen Typ 3- und einen Schukoanschluß. Die Ladesäule wird mit 2 Ladepunkten geführt. Dies finde ich irreführend, da nicht wirklich zwei Fahrzeuge geladen werden können, dies wäre nur möglich, wenn die Fahrzeuge unterschiedliche Ladeverbindungen nutzen. Die Ladesäule hat einwandfrei funktioniert, die Freischaltung erfolgt mittels der Ladekarte.

Da es sich hier um einen ’normalen‘, gebührenpflichtigen Parkplatz handelt, gilt eigentlich auch die Regelung der Maximalparkdauer. Diese ist dort mit 2 Stunden angegeben – echt toll. D.h. ich zahle für den Parkplatz, das Laden und richtig voll bekomme ich das Fahrzeug trotzdem nicht.

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2. Station – EnBW Ladesäule Baden-Baden – Parkplatz Gausplatz

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Der Parkplatz war etwas schöner gestaltet. Ansonsten gleiche Konstellation wie oben. Positiv anzumerken ist, dass der Parkplatz gut besucht war und trotzdem der Platz vor der Ladesäule frei geblieben ist.

Da ich mir nicht sicher war, ob das Laden wirklich so problemlos funktioniert, hatte ich natürlich entsprechende Reserven und war eigentlich auf das Laden nicht wirklich angewiesen. Vielleicht zum Glück, denn die Ladezeiten sind unterirdisch. Der i3 kann leider nur mit einer Phase laden, d.h. bei den o.g. 7,4 kW ist die Grenze (Ausnahme Laden mit Gleichstrom – die Ladepunkte dazu sind aber noch sehr selten). Die Maximalkapazität des Akku beträgt 21,6 kWh, d.h. nach 3 Stunden könnte der Akku voll sein. Ich vermute, dass gegen Ende des Ladevorgangs die Geschwindigkeit reduziert wird um den Akku zu schonen (bei Gleichstromladung ist dies definitiv der Fall).

3 Stunden wären zur Not noch akzeptabel (ganz leer ist der Akku sowieso nur selten). An dieser Ladesäule passt das aber nicht.

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Laut Bordcomputer wäre bei voller Ladung eine Reichweite von 126 km möglich, aktuell werden 102 km angezeigt. Rechnerisch müsste der Akku somit zu 81 % voll sein. Die restlichen 19 % müssten 4,11 kWh entsprechen. Bei einer Restladezeit von 105 Minuten (13:53 bis 15:38) würde die bedeuten, dass gerade mit 2,3 kW geladen wird. Wie oben beschrieben erfolgt die Abrechnung nach Zeit. Bei diesen Daten würde die kWh über 2 € kosten. Dazu sage ich jetzt besser nichts. Ich werde bei der EnBW anfragen wie das dort gesehen wird

 

2 Kommentare

  1. Guten Tag Herr Aich,
    Nachdem ich mich derzeit ebenso für einen BMW i3 interessiere, wollte ich bei Ihnen nachfragen, was denn Ihre Nachfrage bei der ENBW ergeben hat? Vielen Dank!

    • Hallo,
      die Nachfrage bei der EnBW und das Wissen, was ich inzwischen über den i3 habe, ergibt folgendes Bild:
      Die Ladesäule war höchstwahrscheinlich in Ordnung. Ärgerlich ist meiner Meinung nach jedoch die Abrechnung nach Zeit. Die EnBW macht dies jedoch, um Dauerparker zu verhindern. Nun ja, bei der aktuellen Verbreitung von E-Fahrzeugen ist das, meiner Meinung nach nicht so ganz nachvollziehbar.
      Der zweite Punkt ist die Reduzierung der Ladeleistung. Ab ca. 80% Ladezustand wird die Ladeleistung zur Akkuschonung reduziert. Das machen anscheinend alle Hersteller so. Unterschiedlich ist jedoch der Umfang der Reduzierung. Man muss sich das als Kruve vorstellen, die immer flacher wird, d.h. die letzten paar Prozent werden nur noch ganz schwach geladen.
      In der Folge ergibt sich, dass eine ‚richtige‘ Schnellladung nur bis 80 % möglich ist.

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